Warum wir unser inneres Kind verlassen haben?

Essentielle Thema, warum wir unser inneres Kind verlassen haben

Ich hatte schon mal einen Podcast darüber und da gab es ganz viel Rückmeldung, ob ich nicht noch mal tiefer in dieses Thema einsteigen möchte. Das tue ich ich hier mit diesem Podcast. Viele reden über das innere Kind und ich bin mir sicher, dass die wenigsten schon einmal Kontakt mit ihrem inneren Kind gehabt haben. Wir kommen hier auf diese Welt als Kinder und machen unsere Erfahrungen. Irgendwann im Laufe dieser Zeit, bei einigen früher, bei anderen später verlieren wir den Kontakt zu unserem inneren Kind und fangen dann an, in dieser Welt zu funktionieren. Unsere Welt mit Gedanken zu steuern. Einfach nur um zu überleben. Letztendlich.

Das ist ein Stück weit ein Überlebensmechanismus

Um in dieser Welt einfach bestehen zu können. Natürlich ist es in meinen Arbeiten immer wieder ein Thema. Bei manchen Arbeiten kommt man früher zu diesem Punkt, bei manchen viel später. Es kommt immer darauf an, wie der oder diejenige überhaupt bereit ist, dahin zu gehen. Dieser Schritt hin zu diesem inneren Kind in einem ist manchmal eben ein sehr, sehr schmerzhafter. Und den geht keiner freiwillig. Das ist so. Irgendwann hat dieses Kind so viel Leid, so viel Schmerzen und so viel Einsamkeit in seinem Körper, in seinen Gefühlen gespeichert, dass unser älteres ich sich davon einfach abkapselt um nicht in Kontakt mit diesen Gefühlen zu kommen, die immer noch da sind.

Unser älteres Ich hat sich von dem inneren Kind abgekapselt um nicht in Kontakt mit diesen Gefühlen zu kommen

Teilweise ist es in den Coaching Arbeiten so,  dann mache ich eine Stuhlarbeit da wird das innere Kind imaginier auf einen Stuhl gesetzt und viele halten diesen Kontakt dann manchmal kaum aus. Dann ist das Kind mal da und dann wieder weg. Diese Gefühle von diesem inneren Kind können einen dann in dem Moment total überwältigen. Das ist der erste Kontakt und wenn man diese Gefühle mal durch gefühlt hat und das innere Kind, ein Stück weit heilen darf, dann ist im Prinzip der nächste Schritt. Das Kind auch anzunehmen und dem Kind ein gut guter Erwachsener zu sein.

So konnten wir leichter im Leben voranzukommen

Tief drinnen ist ein kleines Kind noch mit diesen Gefühlen das die Welt draußen nicht versteht. Dieser Anteil in uns möchte von uns selber angenommen werden, von uns selber begleitet werden, von uns selber geliebt werden. Das bedeutet, dass der Erwachsenen Anteil in uns im Außen dafür sorgen muss, dass wir für uns selber und damit auch für unser inneres Kind gut sorgen können, d. h. dass wir aufpassen müssen, nie wieder uns zu verbiegen, nie wieder in Situationen uns begeben, die uns nicht gut tun, wo wir einfach das Gefühl haben Mein Gott! hier will ich nicht sein. Hier will ich raus. Was habe ich mir da angetan?

Wir als Erwachsene leiden darunter aber wie sehr leidet dieses innere Kind wieder in einer Situation zu sein, in der es nicht sein möchte, in der es vom erwachsenen Anteil gezwungen worden ist, da zu sein, weil es ja noch zu klein ist, um selber zu entscheiden. Der erwachsenen Anteil in dir hört nicht auf dieses kleine Kind, es ignoriert es einfach. Oder es ist so abgespalten, dass der erwachsene Anteil in einem selber ja das gar nicht mehr mitbekommt, so stumpf geworden ist.

Auch wenn in der Kindheit alles in Ordnung war sagt das nichts darüber aus wie sich das innere Kind gefühlt hat

Das Thema war ja, warum wir unser inneres Kind verlassen haben, um einfach diese Schmerzen nicht mehr fühlen zu müssen, weil die damals für das kleine Kind einfach unerträglich waren. Da ist es egal, was im Außen passiert ist. Als Kinder sind wir einfach sehr, sehr empfindlich und reagieren einfach auf die äußere Welt natürlich ganz anders und auch wenn im Außen vermeintlich alles in Ordnung war, heißt das gar nichts. Das sagt nichts über die Gefühle vom inneren Kind aus. Und auch wenn die Mutter damals versucht hat, Aufmerksamkeit, Liebe und versucht hat ihr Bestes zu geben und auch wahrscheinlich gemacht hat. Heißt es nicht, dass das innere Kind sich auch so gefühlt hat?

Es ist heilsam, die Gefühle von dem inneren Kind durchzufühlen

Es ist einfach heilsam, wenn wir jetzt als Erwachsener hergehen und wirklich diese Gefühle annehmen, durchfühlen. Ein Stück weit heilen lassen können. Das, was dann passiert, dann wird das kleine Ich, das Kind Ich und das Erwachsenen Ich immer mehr zu einer Einheit.

Das ist dann der Weg zur Selbstliebe

Wenn ich anfange dieses kleine Wesen in einem selber immer mehr anzunehmen und zu lieben und auch wirklich mal in den Arm zu nehmen und auch Beachtung zu schenken. Das ist dann der Weg zur Freiheit. Dadurch ist man nicht mehr im Außen bedürftig und kann dann im Außen ein toller Partner sein. Eine tolle Mutter für seine Kinder sein. Ein toller Kollege sein. Die Bedürftigkeit ist nicht mehr da. Dieses Mangelgefühl.

Dieses große Mangelgefühl

was man ignoriert hat, weggedrückt hat und nur in extremen schlimmen Situationen dann bricht es aus einem heraus. Bis haben wir natürlich eine Strategie entwickelt, wie wir dieses innere Kind im Schach halten können oder ihm eben im Zaun halten können. Also zumindest eben auch diese Gefühle einfach kontrollieren können, damit diese Gefühle uns nicht überwältigen. Diese Strategien haben uns auch teilweise sehr, sehr weit gebracht.

Ich bin ein bestes Exemplar dafür. Ich habe durch dieses Abkapseln von meinen Gefühlen und vor meinem inneren Kind habe ich es geschafft, mich von meinem Elternhaus zu lösen. Ich habe es geschafft, erfolgreich zu sein. Ich habe es geschafft, auch viele Sachen in meinem Leben eben umzusetzen. Sei es ins Ausland gehen, sei es zu Studieren unter schwierigen Umständen. Sei es kleine Kinder und Studium und Arbeit irgendwie unter einem Hut zu bringen.

Ich habe wie Terminator meine Gefühle kontrolliert

Ich war nur im Kopf habe meine To do Listen ganz gut abgearbeitet. Das Ergebnis ist nur irgendwann, dass ich mich ausgebrannt gefühlt habe. Den Sinn des Lebens nicht mehr gefühlt habe oder gesehen habe und alles plötzlich in Frage gestellt habe. Wenn du mit deinem Inneren nicht mehr im Kontakt bist, dann verlierst du irgendwann die Lebensfreude.

Du fragst dich irgendwann, warum das Ganze

Das war dann auch der der Anlass für mich wirklich an mir selber zu arbeiten. Nachdem ich als Vorbild angefangen habe, an meinen Themen zu arbeiten, an meinem inneren Kind zu arbeiten. Konnte ich auch ein gutes Vorbild für meine Kinder sein. Das war für mich im Nachhinein das schönste Geschenk, das ich sobald ich mein eigenes inneres Kind mit mehr Wärme und Herzlichkeit und Wohlwollen angenommen habe. Ich auch viel weicher gegenüber meinen eigenen Kindern geworden bin. War ich nicht und das haben mir meine Kinder auch immer wieder gesagt. Nur ich hab’s halt nicht verstanden, weil ich ja selber so abgekapselt war von meinen eigenen Gefühlen.

Vorbild sein für deine Kinder

Da bin ich wirklich sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und auch viel wirklich heilen konnte.  Ich meine, man kann ein Leben lang arbeiten und ich spüre immer noch das kleine innere Kind, das vor manchen Entscheidungen Angst hat die Liebe von der Mutter zu verlieren und immer noch irgendwo darauf wartet die Erlaubnis von der Mutter zu bekommen um glücklich sein zu dürfen.

Ich bin glücklich, dass ich es überhaupt spüre. Und ich bin glücklich, dass ich selber dann hingehen kann und eben mir selber das geben kann. Mir selber die Erlaubnis geben kann, mir selber die Liebe, die mir noch in manchen Situationen fehlt, mir selber die Liebe zukommen lassen kann. Natürlich auch immer mit Unterstützung von einem Coach. Manchmal kommt man eben auch einfach an seine Grenzen. Das ist ein Stück weit immer mehr zu mir selber.

Das ist wirklich das schönste Geschenk dass ihr euch selber und eurem inneren Kind machen könnt, glaub mir, auch wenn im Außen nichts mehr stimmt, aber wenn das stimmt, dann kann euch nichts mehr passieren.

Ich freue mich, wenn ich euch in diesem Prozess ein Stück Weg ein Stück weit begleiten kann. Meldet Euch bei mir.

Eure Seden

 

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